Wozu Preisforschung?

Welchen Preis muss man für ein (neues) Produkt festsetzen, damit es am Markt bestehen kann? Wie wirken sich Preiserhöhungen auf den Marktanteil und den Absatz eines Produktes aus?

Neben den Produkteigenschaften ist der Preis das entscheidende Merkmal, um überhaupt eine Nachfrage erzielen zu können. Um mit einem Produkt in die Gewinnzone zu kommen, muss der richtige Preis gesetzt werden.


Welche Möglichkeiten der Preisforschung bietet intervista?

Die Festlegung von Preisen erfolgt häufig mit Desk Research, bei welchem einzig die Produktionskosten sowie die Preise der Wettbewerber betrachtet werden. Die Zahlungsbereitschaft der Kunden wird dabei in vielen Fällen nicht einbezogen. Um den optimalen Preises zu bestimmen, ist es jedoch unerlässlich, die Zahlungsbereitschaft und die bei einem bestimmten Preis vorhandene Nachfrage (Preis-Absatz-Funktion) zu kennen.

intervista unterstützt Sie bei der Ermittlung des optimalen Preises. Wir haben fundierte Expertise in Methoden zur Bestimmung der Zahlungsbereitschaft und setzen dazu sowohl direkte als auch indirekte (conjointbasierte) Kundenbefragungsmethoden ein.

Unten finden Sie eine Auswahl wichtiger Verfahren.

Conjoint-Analysen

Conjoint-Analysen ermöglichen eine Simulation von Kaufentscheidungssituationen. Dabei können die Preise für komplexe Produkte und Nutzenwerte für die einzelnen Bestandteile bestimmt werden. Bei der Auswertung bieten sie die Möglichkeit, Marktsimulationen zu berechnen und aufzuzeigen, welche Produktkonfiguration die grössten Marktchancen haben oder auch in welchem Masse neue Produkte bereits auf dem Markt etablierte eigene Produkte verdrängen könnten.

Gabor Granger Modell

Das Gabor Granger-Modell zur Ermittlung des optimalen Preises eines Produkts eignet sich insbesondere unter zwei Bedingungen:

In Ihrem Unternehmen liegen bereits Preisvorstellungen für das Produkt vor.

Es ist anzunehmen, dass die Zielgruppe nur ungenaue Vorstellungen über einen adäquaten Preis des Produktes hat. Dies kann z.B. der Fall sein bei neu eingeführten Produkten oder bei Produkten, die sehr selten gekauft werden.

Im Unterschied zum unten beschriebenen Price Sensitivity Meter von van Westendorp werden beim
Gabor Granger-Modell verschiedene Preispunkte festgelegt und die Befragten geben an, ob sie das
vorgelegte Produkt zum jeweiligen Preis kaufen würden. Wird der Startpreis nicht akzeptiert, wird der Preis so lange heruntergesetzt, bis ein Preis akzeptiert wird oder der unterste Preispunkt erreicht ist.

Van Westendorp: Price Sensitivity Meter

Das Price Sensitivity Meter (PSM) wurde 1976 vom niederländischen Ökonomen van Westendorp
entwickelt.

Das PSM eignet sich vor allem für die Bestimmung des Preis-Bereiches von neuen Produkten und
Dienstleistungen. Während mit dem PSM insbesondere bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung Preisschwellen aufgedeckt werden können und überprüft werden kann, ob genügend potenzielle Käufer im angestrebten Preis-Bereich vorhanden sind, ist es eher weniger geeignet für exakte Preisempfehlungen.

Ziel des PSM ist es, anhand von vier Fragen den Bereich akzeptabler Preise zu bestimmen und dadurch schlussendlich einen optimalen Preis zu ermitteln.