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Einstellungen in der Schweiz zum Klimawandel

Rund vier von fünf Schweizer:innen machen sich grosse Sorgen um die Folgen des Klimawandels. Die Schweiz ist damit nicht allein: Die Bevölkerungen in 26 weiteren untersuchten Ländern sind ähnlich besorgt. Dies ergab die internationale Befragung «Global Public Confidence Study 2023» in Zusammenarbeit mit dem IRIS-Netzwerk unabhängiger Markt- und Sozialforschungsinstitute.

Die Schweizer Studienteilnehmer:innen wurden aus dem intervista Online-Panel rekrutiert. Besonders ausgeprägt ist in der Schweiz die Ansicht, dass die im Pariser Abkommen verankerten Netto-Null-Klimaziele sowohl in der Schweiz als auch im Ausland bis 2050 nicht erreicht werden.

Erfahren Sie mehr über die Einstellungen der Schweizer Bevölkerung gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung (hier klicken) und dem Gesundheitssystem (hier klicken).

Ergebnisse der Studie

Weltweit grosse Besorgnis um den Klimawandel

Die Bevölkerungen in allen 27 befragten Länder äussern grosse Sorgen bezüglich der schwerwiegenden Folgen des Klimawandels. Dabei zeigt sich weltweit ein ähnliches Muster: Am meisten sorgt man sich um den Planeten als Ganzes, gefolgt vom eigenen Land. Hinsichtlich der eigenen Wohnregion geht man jedoch interessanterweise von weniger schwerwiegenden Folgen aus.

Skepsis gegenüber Erreichung des Netto-Null-Klimaziels

Rund ein Drittel aller Schweizer:innen befürchtet, dass es bereits zu spät ist, um schwerwiegende Folgen des Klimawandels abzuwenden. Das ist im internationalen Vergleich ein sehr hoher Wert. Zudem glauben gerade einmal 17%, dass die gesetzlich verankerten Netto-Null-Klimaziele in der Schweiz bis 2050 erreicht werden. Im Ausland ist die Haltung etwas optimistischer: Mehr als die Hälfte der Bewohner:innen der anderen 26 Länder glaubt, dass sich die Folgen des Klimawandels noch verhindern lassen, allen voran in Spanien (88%), Indonesien (82%) und der Türkei (76%).

Wunsch nach Ausbau erneuerbarer Energien

Der Wunsch nach dem Ausbau erneuerbarer Energien ist in den untersuchten Ländern sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während zum Beispiel Mittel- und Südamerika den Ausbau ausdrücklich wünschen, ist Europa verhaltener. Die Schweiz liegt international betrachtet im hinteren Mittelfeld: 41% der Bevölkerung findet, der Ausbau erneuerbarer Energien sollte höchste Priorität haben. Damit liegt die Schweiz zum Beispiel deutlich hinter Österreich (57%) und Deutschland (48%).

Nachhaltige Kaufentscheidungen

Die Schweizer:innen legen bei Kaufentscheidungen mehr Wert auf Nachhaltigkeit als der globale Durchschnitt. Am auffälligsten ist der Unterschied beim Verpackungsmaterial: Schweizer:innen bevorzugen überdurchschnittlich häufig reduzierte und recyclebare Verpackungen.

Studiendesign und Summary

Datenerhebungsmethode: Online-Befragung im intervista Online-Panel sowie in den Panels von 24 IRIS-Partnerinstituten, in zwei Ländern wurde die Stichprobe über einen externen Panelpartner erhoben

Zielgruppe: Bevölkerung im Alter von über 18 Jahren, jeweils repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Siedlungstyp

Stichprobengrösse: Min. n = 500 pro Land, total n = 18’572 (maximaler Standardfehler für die Schweiz +/- 4.3 Prozentpunkte, für alle Länder zusammen +/- 0.7 Prozentpunkte)

Feldzeit: Februar bis April 2023

IRIS-Mitgliedschaft

IRIS ist eines der weltweit grössten Netzwerke unabhängiger Forschungsinstitute. Mit Mitgliedern aus der ganzen Welt ermöglicht das Netzwerk internationale Forschung basierend auf der lokalen Expertise der Mitgliedsinstitute. Mit einem strengen Auswahlverfahren für Partnerinstitute gewährleistet IRIS hohe Qualitätsstandards. Seit 2013 ist intervista Mitglied von IRIS und repräsentiert das Netzwerk in der Schweiz.

Michael Schrackmann intervista
Michael Schrackmann
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